Titel: Entfärbung gefärbter Flüssigkeiten durch Brodkrume, Stärkmehl, Zuker u. s. w.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1844, Band 91, Nr. XLI./Miszelle 5 (S. 167)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj091/mi091041_5

Entfärbung gefärbter Flüssigkeiten durch Brodkrume, Stärkmehl, Zuker u. s. w.

Hr. Pirel ließ Brodkrume in mit Wein stark gefärbtem Wasser 4 bis 5 Stunden lang eingetaucht; die hierauf filtrirte Flüssigkeit war vollkommen entfärbt und schmekte wie mit Kohle entfärbter Wein. Derselbe Versuch mit Wasser, welches durch andere Pflanzenpigmente, wie Kaffee, Johannisbeersaft, Lakmus etc. gefärbt war, wiederholt, gelang eben so gut; nur die Kaffeelösung hatte einen gelblichen Ton beibehalten; auch mit reinem Wein gelang der Versuch; nicht bloß aber mittelst der Brodkrume, sondern auch mit dem nicht zu Teig geformten und gebakenen Mehl. Stärkmehl zeigte dieselbe entfärbende Kraft auf Pflanzenabsüde in Wasser; Zuker entfärbte dieselben nicht so vollkommen; eben so verhielten sich beide gegen Wein. Das Stärkmehl ließ dem Weine nur eine sehr hellbraune Färbung. Frische und geronnene Milch ließen ihm nur die Farbe des weißen Weines. Feiner Sand (Kiesel) und Eisenoxyd entfärbten den reinen Wein, jedoch nicht vollständig. (Moniteur industriel, 17. Dec. 1843.)

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