Titel: Deutsche, belgische und englische Eisenbahnschienen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1844, Band 91, Nr. LXIII./Miszelle 2 (S. 240–241)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj091/mi091063_2

Deutsche, belgische und englische Eisenbahnschienen.

Bei einer jüngst zu Darmstadt gehaltenen Sizung des dortigen Eisenbahn-Ausschuffes wurden die Anträge zur Lieferung von 80,000 Cntr. Eisenbahnschienen entgegengenommen. Zur Bewerbung um die ausgeschriebene Lieferung hatten sich Agenten aus England, Belgien und den rheinischen Eisenwerken eingefunden, und bei Klarstellung der eingereichten Submissionen ergaben sich solgende Forderungen:

Englische Lieferanten. Pfd. St. Sh. Franco.
Thomson und Forman in Süd-Wales 6 10 Rotterdam.
Rimne Eisenwerk 5 19 Newport.
6 13½ Rotterdam.
Gest und Comp. 6 10 Cardif.
6 12 Rotterdam.
Kreft, für Gebrüder Bailey 5 Newport.
6 4 Rotterdam.
Belgische Lieferanten. fl. kr. Franco.
Cockerill in Seraing 5 43½ Mainz ohne Zoll und Octroi.
Couillier 5 15 Mainz.
Ukerée 5 21 Mainz.
Deutsche Lieferanten. fl. kr. Franco.
Jacobi Haniel und Huyssen auf der Gutenhoffnungshütte
Hösch von Düren
7
7
23
23
Mainz incl. aller Unkosten.
|241|

Unterwirft man die sämmtlichen Preise einem Vergleich, so ergibt sich, daß das englische Haus Gebrüder Bailey die billigste Forderung gestellt hat, indem dessen Schienen franco Mainz inclusive zoll und aller sonstigen Kosten sich auf 6 fl. 53½ kr. bis 6 fl. 54 kr. per 50 Kilogr. calculiren, was bei 80,000 Cntr., gegen die billigste der übrigen Forderungen einen Minderbetrag von 40,000 fl. ausmacht. Ob übrigens die allzubilligen Preise bei Eisenbahnschienen auch immer die erforderliche Qualität Eisen mit sich sühren, ist eine Frage, die vielfache Erörterungen zuläßt. (A. A. Ztg.)

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