Titel: Ueber die Zusammensezung der unter dem Namen Argentinmetall (métal argentin) bekannten Metallcomposition und die Analyse der Zinn-Antimon-Legirungen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1844, Band 91, Nr. LXXXIII./Miszelle 2 (S. 325–326)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj091/mi091083_2

Ueber die Zusammensezung der unter dem Namen Argentinmetall (métal argentin) bekannten Metallcomposition und die Analyse der Zinn-Antimon-Legirungen.

Diese Legirung verbindet mit einem gewissen Grad von Hämmerbarkeit auch einigen Klang. Sie wird (in Frankreich) vorzüglich häufig zu Löffeln und Gabeln verarbeitet. Die mit einem solchen neuen Löffel von Chevallier und Lassaigne angestellte Analyse ergab, daß eine Legirung von 7,230 spec. Gewicht in 100 Theilen besteht: aus 85,44 Zinn, 14,50 Antimon, 0,06 Blei und Spuren von Kupfer und Eisen. — Die Analyse eines alten zinnernen Löffels, wie deren von gewissen Zinngießern fabricirt werden, ergab bei einem spec. Gewicht von 8,709 in 100 Theilen folgende Zusammensezung: Zinn 48,07, Antimon 3,60, Blei 48,30, Kupfer 0,03, und Spuren von Eisen.

Die genannten Chemiker bemerken hinfichtlich der Analyse der Zinn-Antimon-Legirungen, daß die Salpetersäure diese Metalle in Zinn- und Antimonsäure umwandelnd, einen etwas gelblichen weißen Rükstand liefert, welcher beim Austroknen eine grüne Farbe annimmt. Glüht man diesen Rükstand aus, um das Wasser zu entfernen, so erhält er eine bräunlichgrüne, oft schwarze Farbe. Reducirt man einen Theil dieses gefärbten Rükstandes und bringt ihn mit reinem Zink, Wasser und Schwefelsäure in ein Fläschchen, so erhält man bald durch das Verbrennen des sich entwikelnden Gases große, schwärzliche, glänzende Fleken von |326| metallischem Antimon. Auf diese Art können kleine Mengen oxydirten Antimons, welches dem Zinnoxyd beigemengt ist, leicht erkannt werden. Dieses leicht auszuführende Verfahren kann in Zukunft bei der Analyse von Metalllegirungen gute Dienste thun, um in den unlöslichen Rükständen von der Behandlung mit Salpetersäure das Antimon zu erkennen. (Journal de Chimie médicale, Januar 1844, S. 13 und 14.)

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