Titel: Ueber Schwarzfärben.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1844, Band 91, Nr. LXXXIII./Miszelle 7 (S. 328)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj091/mi091083_7

Ueber Schwarzfärben.

Man kann hiebei sehr vortheilhaft das schwefelsaure Eisenoxydul (grünen Vitriol) statt essigsauren Eisens anwenden, zu welchem Behufe der Vitriol aber in einen Zustand versezt werden muß, wo er zugleich Eisenoxydul und Oxyd auf die Stoffe absezt. Es wird dieß von mehreren Substanzen bewirkt, am besten aber von arseniger Säure, die man dem Vitriol beimengt. In den Verhältnissen kann sehr gewechselt werden; jedoch empfiehlt Prince, der Erfinder dieses Verfahrens, 1 Pfd. grünen Vitriol in 8 Pfd. Wasser und in eben so viel Wasser 8 Loth weißen Arsenik aufzulösen und beide Lösungen zu vermischen. Um dieses Product zu versenden, werden die Bestandtheile desselben troken genommen; man röstet nämlich den Vitriol auf einer gußeisernen Platte, um das Krystallwasser auszutreiben und sezt der trokenen Masse das Viertheil ihres ursprünglichen Gewichts weißen Arseniks zu, mahlt nun das Ganze zu Pulver, welches augenbliklich durch die gehörige Menge Wassers in Eisenbeizflüssigkeit verwandelt werden kann. Das schnelle und vollkommene Uebergehen des Eisenoxyduls im Vitriol in den Oxydzustand, wodurch es so schwer wird ein schönes Schwarz zu erhalten, da dasselbe immer ins Braune übergeht, soll von der arsenigen Säure verhindert und doch dabei die eine gute Schwarzfärbung zu bedingen scheinende Verbindung beider Oxyde sich bilden. (Journal de chimie médicale, Jan. 1844, S. 59) Es versteht sich, daß dieses Verfahren in der Handfärberei, als zu gefährlich, nicht anwendbar ist.

Die Red.

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