Titel: Erkennung der Verfälschung des Essigs mit Schwefelsäure.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1844, Band 91, Nr. CVII./Miszelle 5 (S. 406–407)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj091/mi091107_5

Erkennung der Verfälschung des Essigs mit Schwefelsäure.

Professor Garnier macht im Journal de Chimie médicale, Februar 1844, S. 96 auf ein Mittel, die Verfälschung des Essigs mit Schwefelsäure zu erkennen, aufmerksam, welches bisher wohl schwerlich dazu benüzt wurde. Bekanntlich verwandelt verdünnte Schwefelsäure unter Beihülfe der Wärme das Stärkmehl zuerst in Dextrin und später in Traubenzuker. Im erstern Zustand wird es vom Jod weinartig violett gefärbt, im leztern findet, nach Maaßgabe des Fortschrittes der Zersezung, Farbenveränderung und endlich gar |407| keine Färbung mehr statt. Wenn der Essig nur 1/1000 Schwefelsäure enthält, läßt sich diese dadurch noch entdeken; man nimmt 8 Grane Stärkmehl auf 3⅓ Unzen Essigs und erhizt sie in einem Arzneifläschchen. Bei dem verfälschten Essig nimmt man in 10 Minuten schon die Farbenveränderung wahr und in 20 bis 30 Minuten ist er entfärbt. Die Blaufärbung des Stärkmehls durch Jod bleibt in reinem Essig unverändert.

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