Titel: Verfahren zur Bereitung von Firniß.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1844, Band 92, Nr. LXXX./Miszelle 11 (S. 318–319)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj092/mi092080_11

Verfahren zur Bereitung von Firniß.

Man nimmt trokenes und gepulvertes schwefelsaures Blei (welches man in den Kattundrukereien bei Bereitung der essigsauren Thonerde als Nebenproduct erhält), reibt es mit Leinöhl zusammen und gießt so viel Leinöhl darüber, daß das Ganze beim Schütteln eine milchartige Farbe annimmt. Das Schütteln wird während drei bis vier Tagen mehrmals wiederholt und das Glasgefäß dem Sonnenlicht ausgesezt. Das schwefelsaure Blei sezt sich und reißt einen Theil des Schleims aus dem Oehl mit sich; das Oehl wird zulezt ganz klar und nach und nach vollkommen gebleicht. Der Schleim über dem Bleisaz bildet eine zusammenhängende Haut, welche so hart wird, daß das darüber befindliche klare Oehl abgegossen |319| werden kann. Der Bleisaz kann aufbewahrt und wiederholt benuzt werden, nachdem man den erhärteten Schleim davon abgesondert hat. Dieser Firniß troknet schnell und läßt sich für Lakfarben anwenden. Da seine Bereitung so einfach und wohlfeil ist, so dürfte sie sich auch zur Anwendung im Großen eignen. (Preuß. gemeinnüziges Volksblatt.)

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