Titel: Ueber Conservation von Oehlgemälden.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1844, Band 92, Nr. LXXX./Miszelle 9 (S. 317–318)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj092/mi092080_9
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Ueber Conservation von Oehlgemälden.

Hr. Beulard, welchem im Jahr 1843 von der Société d'Encouragement eine Medaille zuerkannt wurde für sein Verfahren, der schädlichen Wirkung der Feuchtigkeit in den Häusern zu begegnen, machte von demselben eine sehr glükliche Anwendung zur Erhaltung der Oehlgemälde. Man gibt zu diesem Behufe der Rükseite der Leinwand einen oder zwei gewöhnliche Oehlanstriche und belegt den noch frischen Anstrich mit dünnen Stanniolblättern, welche bald fest anhaften und die Leinwand vollkommen bedeken. Nöthigenfalls trägt man auf die Metallfolie noch einen Anstrich auf. Dieses einfache und wohlfeile Verfahren ist besonders anwendbar bei Bildern, welche an den Mauern der Kirchen und anderer Gebäude aufgehangen werden. Zur Probe brachte man ein nur zur Hälfte auf obige Weise geschüztes Bild in einen Keller und breitete über die ganze Fläche desselben feuchte Erde aus, welche von Zeit zu Zeit noch befeuchtet wurde. Nach 3 Monaten war der nicht geschüzte Theil der Leinwand gefault, während der bedekte Theil eine kaum merkliche Veränderung erlitten hatte. Herpin. (Bulletin de la Société d'Encouragement, März 1844, S. 125.)

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