Titel: Ueber die Ursachen der häufigen Explosionen bei der Fabrikation des Stük- und Jagdpulvers.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1844, Band 94, Nr. XXIX./Miszelle 2 (S. 163)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj094/mi094029_2

Ueber die Ursachen der häufigen Explosionen bei der Fabrikation des Stük- und Jagdpulvers.

Hr. Vergnaud, Inspektor der Pulverfabrik zu Esquerdes, kommt in einer diesen Gegenstand betreffenden, von ihm der franz. Akademie der Wissenschaften übergebenen Abhandlung auf die Folgerung: „die wahrscheinlichste Ursache der häufigen Explosionen bei der Fabrikation des Stük- und Jagdpulvers ist zugleich dem entstandenen Mehlpulver und einer die Elektricität erregenden Atmosphäre zuzuschreiben, unabhängig vom Sandsteinfunken oder unter Mitwirkung desselben.“

Bei Gelegenheit dieser Mittheilung berichtete Hr. Morin über neuere Versuche, welche in der Pulverfabrik zu Bouchet bei Arpajon angestellt wurden und wobei man sich überzeugte, daß die Gegenwart einer sehr geringen Menge Sandstein oder Kieselerde fast unfehlbar Explosionen in Pulvermühlen mit steinernen Läufern auf gußeiserner Bahn zur Folge hat. Er bemerkte noch, daß Kalkstein, Gyps, Schieferstein, Metallstüke keine Explosionen verursachten, während man mit dem Sandstein oder Glas solche fast immer erhielt.

Da die Walzen oder Läufer in der Pulverfabrik zu Esquerdes aus einem dichten Kalkstein bestehen, welcher eine Menge Sandkörner enthält, die sich bei der Abnuzung derselben losmachen, so dürften wohl dieser Ursache die häufigen Explosionen in jenen Mühlen zuzuschreiben seyn. (Comptes rendus, Jul. 1844, Nr. 4.)

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