Titel: Verbakung der Kartoffeln unter das Brod.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1844, Band 94, Nr. LI./Miszelle 14 (S. 247)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj094/mi094051_14

Verbakung der Kartoffeln unter das Brod.

Folgendes Verfahren wurde von Hrn. O. R. Geyer im landwirthschaftlichen Verein des Freiberger Bezirks (Königreich Sachsen) empfohlen: rohe Kartoffeln werden geschalt und gerieben und Mittags mit kaltem Wasser übergossen; so bleiben sie bis Abends zur Entsäuerung stehen. Das braun gewordene Wasser wird nun abgegossen und die Masse ausgedrükt; dann wird diese mit kochendem Wasser zu einer dünnen Suppe gerührt. Ist sie bis zur Lauwärme abgekühlt, so läßt man den Sauerteig in dieser ganz flüssigen Kartoffelsuppe zerfließen und arbeitet nur so viel Roggenmehl ein, als zur gehörigen Steifheit des Teiges nöthig ist. Die Nacht hindurch gährt der Teig und wird am andern Morgen ausgeknetet. Nach dieser Methode gewinnt man ein sehr gutes Brod, in welchem man von den Kartoffeln gar nichts wahrnimmt. Die Ersparniß ist dabei groß, denn man ersezt mit 1 Schäffel Kartoffeln 1/2 Schäffel Roggen. (Archiv. d. deutschen Landw.)

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