Titel: Doppelsalz von schwefelsaurem Eisenoxydul und Eisen-Sesquioxyd.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1844, Band 94, Nr. LXXI./Miszelle 4 (S. 325)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj094/mi094071_4

Doppelsalz von schwefelsaurem Eisenoxydul und Eisen-Sesquioxyd.

Wenn man ein Gemenge von zwei Theilen schwefelsaurem Eisenoxydul und zwei Theilen schwefelsaurem Eisenoxyd, beide nach der Theorie in neutralem Zustande, mit fünf bis sechs Theilen destillirtem Wasser behandelt, findet man, daß nach 15–20 Minuten die Mischung beträchtlich warm wird und eine Temperatur von 20 bis 24° R. über derjenigen der umgebenden Luft annimmt. Die beiden Salze lösen sich dabei auf und liefern eine ganz durchsichtige braune Flüssigkeit, welche durch geeignete Verdunstung eine krystallinische Masse wird.

Bei dieser Reaction sind zwei Thatsachen beachtenswerth: 1) die erhöhte Temperatur der Mischung, 2) die Auflösung von zwei nicht sehr auflöslichen Salzen in einer verhältnißmäßig ganz geringen Menge Wasser, welche eine chemische Wirkung beweisen; das neue Salz krystallisirt in langen dünnen Krystallen von sehr blaßgrüner Farbe, schwach zusammenziehendem Geschmak und einem auffallend süßen Nachgeschmak.

Sezt man dieses Doppelsalz lange der Luft aus, so überzieht es sich mit basisch schwefelsaurem Eisenoxyd; seine Neigung sich höher zu oxydiren ist aber schwächer als bei den Eisenoxydulsalzen; beim Erhizen schmilzt es leicht, verliert sein Krystallwasser, dann die Säure des Eisenoxydsalzes und bei noch höherer Temperatur liefert es die bekannten Zersezungs-Producte des schwefelsauren Eisenoxyduls; Wasser löst es in allen Verhältnissen auf. A. Poumarede. (Journal de Pharmacie, Jun. 1844.)

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