Titel: Bréant's Verfahren das Holz zu conserviren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1844, Band 94, Nr. CIV./Miszelle 4 (S. 443)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj094/mi094104_4

Bréant's Verfahren das Holz zu conserviren.

Die Erfindung des Hrn. Bréant besteht darin, Holzstüke durch einen starken Druk auf Flüssigkeiten worin sie liegen, oder durch anfängliche Verminderung des Luftdruks, worauf dann in denselben Gefäßen ein starker Druk nachfolgt, mit solchen Flüssigkeiten zu imprägniren. Im erstern Fall werden die in den Pflanzenzellen und Fasern enthaltenen Gase auf ein kleineres Volum reducirt und machen daher der präservirenden Flüssigkeit Plaz; im zweiten werden die Gase zum Theil herausgezogen, sie treten durch die Flüssigkeit hindurch aus, und leztere tritt dann an ihre Stelle unter dem Einfluß des Gewichts der Atmosphäre, welches durch die zweite Wirkung eines besondern Druks noch vermehrt wird. War nun auch die Zwekmäßigkeit dieses Verfahrens, das Holz zu imprägniren, nicht zu bezweifeln, so mußte man sich doch erst überzeugen, ob das Holz durch diese Behandlung vor dem Verderben durch atmosphärische Einflüsse besser geschüzt werde, als sonst. Dieß veranlaßte die Société d'Encouragement, welche im Jahr 1834 auf der Brüke Louis-Philippe gelegte, mit Leinöhlfirniß imprägnirte Tannenbohlen im Jahr 1841 untersuchen ließ, die dabei noch vollkommen gut befunden wurden, während daneben liegende nicht getränkte ganz unbrauchbar geworden waren. Auch im April d. J. 1844 war das getränkte Holz noch im besten Zustand und zwar in der Mitte ebenso wie auf der Oberfläche. (Moniteur universel, 1844, Nr. 874.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: