Titel: Das Tard'sche Filter.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1844, Band 94, Nr. CIV./Miszelle 5 (S. 443)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj094/mi094104_5

Das Tard'sche Filter.

So sehr man bis jezt auch besorgt war, das Filtriren des Wassers möglichst zu vervollkommnen, so wenig genügen die Mittel, den Wein, die Oehle, das Bier (!), den Cider, den Essig etc. zu klären, den Ansprüchen des Haushalts und der Industrie. Man bedient sich zum Klarmachen geistiger Flüssigkeiten noch häufig der Eier, des Leims, des Schießpulvers, der Gallerte und sogar des Hammelbluts. Diese Körper helfen aber oft nichts und sind zu manchen Jahreszeiten sogar gefährlich. Ein mechanisches Mittel scheint diesen Zwek besser zu erfüllen und dieses hat Hr. Tard im Papierzeug aufgefunden, welcher in geringer Menge und in kleinen Vorrichtungen Treffliches leistet. Die größten Apparate von nur 1 Meter Durchmesser und gleicher Höhe können in einem Tag bis 150,000 Liter liefern und die kleinsten von 20 Centimeter Durchmesser 300 bis 400 Liter in der Stunde. Diese Filter sind unter sich in nichts verschieden als in der filtrirenden Masse, welche je nach der Natur der zu filtrirenden Flüssigkeit anders seyn muß. Die Verbindung dieser Apparate mit einer Saug- und Drukpumpe gestattet das Klären der Weine im Keller und macht diese Filter vorzüglich zum Seedienst oder für eine Armee im Felde sehr bequem, indem der Schlauch nur in einen Teich oder Fluß gestekt zu werden braucht, um mittelst der Pumpe reines Wasser zu erhalten. Dieser Apparat ist in Frankreich schon ziemlich verbreitet, und der Erfinder erhielt bei der dießjährigen Industrie-Ausstellung eine goldene Medaille. (Moniteur industriel, 1844, Nr. 878.)

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