Titel: Gußeiserne Billiards.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1845, Band 95, Nr. XXII./Miszelle 3 (S. 73–74)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj095/mi095022_3

Gußeiserne Billiards.

Schon im Jahr 1843 wurde von Hrn. Lelogé in Paris der Société d'Encouragement ein gußeisernes Billiard mit Tafeln aus porösem Stein statt aus Holz eingesandt) seitdem lieferte Hr. Sauraux ein solches auf die Pariser Industrieausstellung (im Jahr 1844) und ließ später noch ein zweites gießen. – Diese Billiards sind wie folgt construirt: vier, mehr oder weniger verzierte gußeiserne |74| Pfeiler dienen als Füße und nehmen in Falzen die Enden der vier ebenfalls gußeisernen Seitentheile auf. Diese verschiedenen Stüke sind mittelst starker im Innern der Winkel angebrachter Stellschrauben, und einiger durch Verzierungen verstekter quer durchgehender Schrauben fest mit einander verbunden. Auf einen schmiedeisernen Rahmen, welcher allen Bestandtheilen des Billiards als Verbindungsmittel dient, werden hölzerne Bande ausgeschraubt, die äußerlich mit einer gußeisernen Verkleidung versehen sind, welche mit dem Ganzen aus einem Stük zu seyn scheint. Gußeiserne Bande, mit Tuch überzogen, würden natürlich dem Ball nicht genug Elasticität entgegensezen; sie mußten daher von Holz gemacht werden. Die zur Tafel verwendeten porösen Steine haben sich als sehr zwekmäßig bewahrt. Um das Eisen vor Rost zu schüzen, wurde es theils vergoldet, theils mit einem bronzeähnlichen Ueberzug versehen. Den Preis dieser Billiards anbelangend, kostete das erste von Hrn. Sauraux verfertigte 3500 Frs., das zweite leichtere, jedoch nicht minder solid gearbeitete, aber nur 1200 bis 1500 Frcs. (Bulletin de la Société d'Encouragement, Nov. 1844, S. 476.)

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