Titel: Swindells' Methode den Krapp zu reinigen und Vorbereitung der Zeuge zum Krappfärben.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1845, Band 95, Nr. LXIV./Miszelle 11 (S. 239–240)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj095/mi095064_11

Swindells' Methode den Krapp zu reinigen und Vorbereitung der Zeuge zum Krappfärben.

Folgende Verfahrungsarten ließ sich John Swindells, Chemiker zu Manchester, am 12. Junius 1844 für England patentiren:

Behandlung des Krapps. Das Krapppulver wird mit einer Auflösung von Aezammoniak (oder auch äzendem Kali oder Natron) in solcher Menge vermischt, daß sich das gelbe oder falbe Pigment des Krapps gänzlich verkohlen (?) kann, wenn man das Gemenge einer Hize aussezt, welche 65° Reaumur nicht übersteigt. Der beste französische Krapp erfordert den achten Theil seines Gewichts kaustisches Alkali oder Ammoniak. Das Product wird unmittelbar zum Färben angewandt um ein schönes Rosenroth zu erzielen.

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Das Garancin wird mit dem Aezammoniak nicht erhizt, sondern bei seiner Anwendung bloß mit demselben oder auch mit äzendem oder kohlensaurem Kali oder Natron vermischt.

Färbeverfahren. Um mit so präparirtem oder auch mit gewöhnlichem Krapp zu färben, unterzieht der Patentträger die gebleichte oder vollkommen gereinigte Baumwolle folgender Vorbereitung: er taucht sie einige Stunden lang in eine Auflösung von thierischem Leim oder Eiweiß (welche 1,04 specifisches Gewicht zeigt) und passirt die herausgenommene Waare dann zwölf Stunden lang durch eine starke Auflösung von Gerbestoff. Hierauf windet er die Waare aus und troknet sie vollkommen. Dieses Verfahren kann nach der gewünschten Intensität der zu erzeugenden Farbe wiederholt werden oder nicht. Die Waare wird dann auf gewöhnliche Weise gebeizt und gefärbt. (Repertory of Patent-Inventions, Jan. 1845, S. 43.)

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