Titel: Hood's Metallcompositionen für den Schiffsbeschlag.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1845, Band 95, Nr. LXXXI./Miszelle 4 (S. 318–319)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj095/mi095081_4

Hood's Metallcompositionen für den Schiffsbeschlag.

John Lionel Hood in Old Broat-street, London, ließ sich am 17. Februar 1844 in Folge einer Mittheilung verschiedene Metallcompositionen für den Schiffsbeschlag patentiren. Dieselben bestehen aus Kupfer, Zink und Blei, mit oder ohne einen geringen Zusaz von Antimon, Zinn oder Eisen, so daß der Kupfergehalt |319| bis auf 50 Proc. steigen kann. Daß die Bestandtheile des Messings (Kupfer und Zink) noch mit einem andern Metall legirt werden, geschieht, um die krystallinische Anordnung der Bestandtheile des Messings zu ändern, so daß das Metall bei einem geringern Kupfergehalt als bisher noch zu Blechen gewalzt werden kann und also wohlfeiler zu stehen kommt. Diese Legirungen sind sehr dauerhaft und enthalten doch so viel Kupfer, daß sich die Oberfläche der Bleche im Seewasser oxydiren kann und durch Bildung von (giftigen) Kupfersalzen folglich das Anhängen von Entenmuscheln etc. an den Schiffsbeschlag verhindert wird.

Folgende Legirungen enthalten 40 bis 50 Proc. Kupfer:

Textabbildung Bd. 95, S. 319

Um diese Legirungen zu bereiten, welche nicht nur zu Schiffsblech, sondern auch zu den Bolzen, Nägeln etc. verwendbar sind, verfährt man folgendermaßen: man bringt zuerst im Tiegel das Kupfer in Fluß und sezt dann das Zink, Blei, überhaupt die andern Metalle immer in kleinen Portionen auf einmal zu, damit sich das Kupfer nicht unter seinen Schmelzpunkt erkaltet; man läßt daher immer einige Zeit bis zu einem neuen Zusaz verstreichen und sucht auch Zinkverlust durch Verflüchtigung dieses Metalls so viel als möglich zu vermeiden, indem man jede Barre Zink mittelst eines hölzernen oder eisernen Stabs unter der Oberfläche des Kupfers erhält, bis es vollkommen geschmolzen ist; man kann auch zu diesem Zwek etwas Holzkohle auf die Oberfläche des geschmolzenen Metalls bringen. Nachdem die Legirung gehörig geschmolzen ist, gießt man sie ohne Verzug in die Formen aus, um Platten von 1–2 Zoll Dike zu erhalten. Nach völligem Erkalten nimmt man dieselben aus der Form, bringt sie behufs des Walzens auf die Rothglühhize u.s.f. (London Journal of arts, Decbr. 1844, S. 306.)

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