Titel: Blackwell's und Norris' Verfahren eiserne Nägel, Bolzen, Schrauben etc. zu verkupfern.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1845, Band 95, Nr. CII./Miszelle 2 (S. 413–414)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj095/mi095102_2

Blackwell's und Norris' Verfahren eiserne Nägel, Bolzen, Schrauben etc. zu verkupfern.

Wenn man Eisen nach der galvanoplastischen Methode mit Kupfer überzieht, wird dasselbe leicht zerfressen, so daß sich auf dem Gegenstande entweder schon während der Operation oder nachher ein Eisenoxyd unter dem Kupferüberzug bildet. Um dieß zu verhindern, beobachten die Patentträger folgendes Verfahren: die eisernen Nägel, Bolzen, Schrauben etc. werden, ehe man sie auf galvanischem Wege verkupfert, entweder gehärtet oder mit einer Bleilegirung überzogen. Das Härten geschieht auf gewöhnliche Weise; nachdem man nämlich die Oberfläche der Gegenstände von etwa vorhandenem Oxyd vollkommen gereinigt hat, bringt man sie mir Hornspänen oder Knochenmehl in einen Tiegel oder eine eiserne Büchse, welche man gut lutirt und sezt sie der Rothglühhize aus; es darf aber nur eine sehr dünne Schicht gehärteter Oberfläche erzeugt werden. Um die eisernen Gegenstände mit Blei oder einer Bleilegirung zu überziehen, reinigt man zuerst ihre Oberfläche und taucht sie dann in das geschmolzene Metall, gerade so wie man gewöhnlich Eisen verzinnt; von Bleilegirungen empfehlen die Patentträger besonders zwei: die erste besteht aus Blei mit 1/5 bis 1/10 Zinn und die zweite aus |414| 15 Theilen Blei, 2 Zinn und 1 Antimon. Die gehärteten oder verbleieten Gegenstände werden am besten noch warm auf galvanischem Wege verkupfert. (London Journal of arts, Febr. 1845, S. 16.)

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