Titel: Elliot's Fabrication überzogener Knöpfe.
Autor: Elliott, William
Fundstelle: 1845, Band 96, Nr. XC. (S. 366–367)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj096/ar096090

XC. Verbesserungen in der Fabrication überzogener Knöpfe, worauf sich William Elliot, Knopffabrikant zu Birmingham, am 4. Jun. 1844 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem Repertory of Patent-Inventions, Mai 1845, S. 285.

Mit Abbildungen auf Tab. V.

Den Gegenstand meiner Erfindung bildet die Construction und Wirkungsweise von Formen und Stempeln für diejenige Procedur der Fabrication überzogener Knöpfe, welche in dem Ueberziehen der vordern Schale und der Zusammensezung der Theile des Knopfs besteht; außerdem wird der Knopf in seine Form gepreßt, anstatt daß man ihn wie bisher aus dem Ueberzugsapparat herausnimmt und in einen andern Apparat bringt. Dadurch werden nicht nur Arbeit und Werkzeuge erspart, sondern es wird auch der Aufwand an Ueberzugsmaterial reducirt.

Fig. 20 stellt einen Durchschnitt der zur Ausführung meiner Erfindung erforderlichen Werkzeuge dar. a ist die untere Form oder Matrize; b der Stempel; c die Röhre, mit deren Hülfe der äußere Rand des Ueberzugsstoffes über den Rand der vorderen Knopfschale geschlagen wird. Diese Theile haben zwar mit den gewöhnlichen Werkzeugen zur Fabrication der Florentiner Knöpfe viel Aehnlichkeit, allein bei näherer Betrachtung der Abbildung wird man bemerken, daß der Stempel b und die Röhre c so eingerichtet sind und in Thätigkeit gesezt werden, daß beide den Knopf in seine Gestalt pressen, ohne daß es nöthig wäre, die in der Form a zusammengefügten Theile des Knopfs aus dieser Form herauszunehmen und in eine andere zu bringen, um der Wirkung eines andern Stempels ausgesezt zu werden.

Fig. 21 zeigt den Durchschnitt der Werkzeuge a, b und c im Zustande der Zusammenpressung mit einem zwischenliegenden Knopfe. Aus dieser Figur erhellt, daß der Stempel b beim Niedersteigen, nachdem er die hintere Schale mit dem darin befindlichen Stiel in die vordere Schale gepreßt hat, auch die Röhre c mit hinabnimmt, wodurch der Rand der vordem Schale niedergepreßt wird. In diesem Zustande werden die Theile des Knopfs in ihre Form gerade so zusammengepreßt, wie wenn sie aus dem Ueberziehapparate in eine andere Form gebracht worden wären. Um mit Hülfe der Werkzeuge Fig. 20 und 21 einen Knopf zu verfertigen, legt der Arbeiter den für den Ueberzug bestimmten Stoff e, die Vorderseite abwärts gekehrt, auf die Form a, hierauf stekt er eine Vorderschale d auf den |367| Stempel b und preßt dieselbe mit dem Ueberzug in die Form a; er erhebt den Stempel wieder, schiebt die Röhre c in die Form und sammelt auf diese Weise, wie bereits erwähnt, den Rand des Ueberzugs über den Rand der Schale; ist dieß geschehen, so stekt der Arbeiter die hintere Schale f mit dem Stiele in die Röhre c und drükt mit dem Stempel den Stiel und die hintere Schale in die vordere Schale, indem er die Ränder des Ueberzugs in die vordere Schale einklemmt; nun wirken Stempel b und Röhre c zugleich und Pressen die Theile des Knopfs in die geeignete Gestalt zusammen. Ich gehe nun zur Beschreibung meiner Fabricationsmethode der sogenannten überzogenen Durchnähknöpfe (sown through covered buttons) über.

Die Figuren 22 und 23 liefern Durchschnitte der zu diesem Zwek angewandten Formen und Stempel. a ist die untere Form, b der Stempel und c der Schlußstempel. Die Anwendung einer Röhre zum Einsammeln des Randes des Ueberzugsstoffes habe ich in vorliegendem Falle nicht für nöthig gefunden. Der Ueberzugsstoff, welcher im Allgemeinen aus einem starken Fabricate und einem feineren für die Vorderfläche besteht, wird über die Form a, der Ring g darauf gelegt und das Ganze mit Hülfe des Stempels b in die Form a gepreßt; sodann wird dieser Stempel in die Höhe gehoben, der Stempel c eingefügt, und der erstere wieder hinabgedrükt, wodurch der Rand des Ueberzugs über den Rand des hohlen Rings geschlagen wird; beim Niedergehen preßt der Stempel c die Ränder des Ringes zusammen, so daß sie den Rand des Ueberzugs einklemmen.

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