Titel: Vorschrift zu rother Tinte.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1845, Band 96, Nr. XV./Miszelle 10 (S. 83–84)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj096/mi096015_10
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Vorschrift zu rother Tinte.

4 Loth beste Cochenille werden gröblich pulverisirt, in eine Lösung von 4 Loth krystall. kohlensaurem Natron in 1 Pfd. Wasser geschüttet, unter öfterm Umschütteln 1 Stunde stehen gelassen und durch Leinen filtrirt. In die blaurothe Flüssigkeit wird allmählich ein pulverisirtes Gemenge von 4 Loth Alaun und 4 Loth Cremor tartari unter Umrühren eingetragen, wobei man das Aufbrausen allemal vorbeiläßt. Ist die gewünschte Höhe der Farbe erreicht, so hört man auf, läßt ruhig stehen, gießt von dem geringen Bodensaze klar ab, löst 3 Loth bestes pulverisirtes Gummi arabicum in kaltem Wasser auf und sezt diese Gummilösung, so wie ein wenig Nelkenöhl der Tinte zu. Viel Vorrath zu halten, ist nicht rathsam, da Cochenilletinten leicht faulen. (Hoffmann's Mittheil. Heft 3, S. 87.)

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