Titel: Bohnwachs zum Aufpoliren von Meubles.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1845, Band 96, Nr. XV./Miszelle 11 (S. 84)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj096/mi096015_11

Bohnwachs zum Aufpoliren von Meubles.

Varrentrapp hat ein Bohnwachs untersucht, welches in Halbpfundbüchsen von Blech in Braunschweig verkauft wurde und allerdings zum Aufpoliren von Meubles u.s.w. sehr gut paßt. Es besteht aus folgenden Ingredienzien und wird folgendermaßen bereitet: 4 Loth weißes Wachs werden in einem irdenen Topfe mit 3 Loth Terpenthinöhl übergossen, der Topf mit Schreibpapier zugebunden und bei mäßiger Wärme, z.B. in etwas warmem Wasser oder auf einer nicht mehr sehr warmen Ofenröhre, damit zusammenschmelzen gelassen. Man läßt langsam so weit abkühlen, bis die Masse weislich und fester zu werden beginnt, bringt dann 2 Loth starken Spiritus hinzu und rührt, bis eine gleichmäßige Mengung erzielt und die Masse kalt geworden ist. Statt eines Theils von Terpenthinöhl wird bisweilen Lavendelöhl angewandt, was keinen weiten Vortheil hat, als etwas weniger unangenehm zu riechen, dafür aber auch viel theurer zu stehen kommt. Wenn man statt 2, 4 Loth Spiritus anwendet, so wird das Bohnwachs dadurch in mancher Beziehung noch verbessert; es ist aber alsdann nöthig, etwas mehr zu reiben, und zwar zulezt mit einem reinen, ganz trokenen Tuche. (Braunschweig. Mittheil. 1845, Nr. 6.)

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