Titel: Dampfdichter Kitt von Stephenson.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1845, Band 96, Nr. XV./Miszelle 2 (S. 80)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj096/mi096015_2

Dampfdichter Kitt von Stephenson.

Der herzoglichen Eisenbahndirection in Braunschweig ist von Stephenson ein gelbliches Pulver übersandt worden, welches, mit Leinöhl oder noch besser mit Leinöhlfirniß zu einem steifen Brei angerührt, einen sehr guten Kitt für Fugen abgibt, wie solche an Dampfmaschinen z.B. sich sehr häufig finden, die für Wasserdampf bleibend dicht gehalten werden müssen. Der Kitt besteht nach der Untersuchung von Varrentrapp aus: 2 Gewichtstheilen feingemahlener Bleiglätte, 1 Gewichtstheil Sand und 1 Gewichtstheil feinem Kalkpulver. Der angewandte Sand ist sehr fein gesiebter Flußsand, den man sich mit einiger Vorsicht in Ermangelung eines Siebes auch leicht durch Schlemmen von gewünschter Feinheit darstellen kann; das Kalkpulver verschafft man sich dadurch, daß man entweder gebrannten Kalk an der Luft zerfallen läßt, oder daß man ihn nur mit so viel Wasser besprengt, daß er eben zu einem staubigen Pulver zerfällt, und ihn dann noch mehrere Tage in dünne Lagen ausgebreitet an der Luft liegen läßt. Das Gemenge der drei Pulver, welches möglichst gleichmäßig in dem oben angegebenen Verhältnisse gemischt wird, läßt sich troken ohne Nachtheil beliebig lange aufbewahren; wird es aber mit Leinöhl angerührt, so muß es alsbald verbraucht werden, weil es sonst erhärtet und nicht mehr verstrichen werden kann. (Braunschw. Mittheilung. 1845, Nr. 6.)

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