Titel: Low's Composition zum Reinigen des Eisens in den Hohöfen und Puddelöfen, so wie zur Gußstahlfabrication.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1845, Band 96, Nr. XV./Miszelle 3 (S. 80–81)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj096/mi096015_3

Low's Composition zum Reinigen des Eisens in den Hohöfen und Puddelöfen, so wie zur Gußstahlfabrication.

Die Composition, welche sich Ch. Low am 25. Mai 1844 zu diesem Zwek in England patentiren ließ, besteht aus einem Gemenge von 42 Pfd. Braunstein, 8 Pfd. Graphit, 14 Pfd. Holzkohle (!) und 2 Pfd. Salpeter; 66 Pfd. dieses vorher gemahlenen Gemenges bringt man in den Hohofen mit jeder Beschikung von Erz, welche 480 Pfd. Metall liefern kann. Sie läßt sich mit eben so viel |81| Vortheil im Puddelofen anwenden, nachdem das Roheisen in geschmolzenem Zustande ist, indem man alle fünf Minuten einige Pfund davon auf die Oberfläche des Metalls streut und demselben durch Umrühren gehörig einverleibt, bis die 66 Pfd. verwendet worden sind oder bis das Metall anfängt in troknen (sandartigen) Zustand überzugehen. Das Gemenge läßt sich auch in demselben Verhältniß anwenden, um das Eisen in Gießereien (in Kupolöfen) zu verbessern.

Man kann das Gemenge ferner anwenden, um Gußstahl aus dem damit gepuddelten Eisen zu fabriciren. Zu diesem Zwek sezt man 2 oder 3 Pfd. des Gemenges auf 30 Pfd. Cementstahl in den Tiegeln zu, während seiner Verwandlung in Gußstahl. Man kann aber auch das Gemenge (in demselben Verhältniß wie für Cementstahl) dem auf angegebene Weise gepuddelten Eisen zusezen; eine mäßige Hize wird dann das Eisen in Berührung mit dem Gemenge schmelzen und es unmittelbar in Gußstahl verwandeln.

In den Puddelofen bringt man das Gemenge als mittelmäßig feines Pulver und zwar am besten durch ein Kipprohr an der Deke des Ofens, wodurch es gleichförmiger vertheilt werden kann, als wenn man es von Hand durch die Ofenthüre hineinwirft. (Chemical Gazette, März 1845 Nr. 57.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: