Titel: Verfahren Wachsabdrüke, welche behufs galvanoplastischer Copien von Gypsformen gemacht worden sind, von lezteren zu trennen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1845, Band 96, Nr. LX./Miszelle 4 (S. 251–252)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj096/mi096060_4
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Verfahren Wachsabdrüke, welche behufs galvanoplastischer Copien von Gypsformen gemacht worden sind, von lezteren zu trennen.

Wenn man Wachs auf Gypsformen gießt, um einen Abdruk der lezteren zu erhalten, trifft es sich häufig, daß das Wachs nicht mehr losgeht. Um die Trennung desselben vom Gyps zu bewirken, ohne den Wachsabdruk zu verlezen, pflegt man den Gyps in heißes Wasser zu stellen, bis er damit gut getränkt ist, wodurch man in der Regel den Zwek erreicht, vorausgesezt, daß der Wachsabdruk außerhalb des Wassers bleibt. Bei sehr großen Gypsformen ist aber die Trennung oft ungemein schwierig, so daß sie nicht selten sammt der Wachsform dabei verloren gehen. Ein sicheres Verfahren bei großen Formen den Gyps aufzulösen, hat Hr. Karl Gschwindt jun. in Pforzheim, welcher sich durch seine vorzüglichen Leistungen in der Galvanoplastik auszeichnet, schon vor längerer Zeit entdekt; es besteht darin, auf die Gypsform von einem Brunnen einen 2 bis 3 Fuß hohen Wasserstrahl zu leiten; in 1 1/4 Tag ist eine 1 1/2 Zoll dike Gypsplatte von 1 Fuß Durchmesser dadurch vollkommen weggewaschen, ohne daß die Wachsform im geringsten Schaden litt.

D. Redact. d. p. J.

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