Titel: Neue Art der Stearinkerzenbereitung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1845, Band 96, Nr. LXXXII./Miszelle 11 (S. 335)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj096/mi096082_11

Neue Art der Stearinkerzenbereitung.

Ein deutscher Fabrikant, Klingenstein, hat ein Patent auf eine neue Art der Stearinkerzenbereitung genommen, wonach die Kerzen nur Stearin und beinahe keine Spur freier Stearinsäure enthalten sollen. Was wir darüber in Erfahrung gebracht baden, ist folgendes: der Talg wird bis zum Schmelzpunkt erhizt, dann in einem Gefäße, welches mit einer diken Schicht eines die Wärme schlecht leitenden Körpers umgeben wird, möglichst langsam abgekühlt. Während dieser Abkühlung trennen sich das Stearin und das Oleïn, vermöge der Verschiedenheit ihrer Schmelzpunkte, und der größte Theil des erstern scheidet sich ab mit einem nur kleinen Rükhalt von lezterem. Man decantirt nun und läßt das Oleïn ab und unterwirft die Stearinmasse in Preßtüchern von Wolle oder Pferdehaaren einer starken Pressung, wodurch beinahe alles noch darin enthaltene Oleïn abfließt. Aus diesem Stearin werden die Lichter gegossen. (Technologiste, März 1845, S. 264.)

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