Titel: Gérard's neues Winkelmaaß.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1845, Band 96, Nr. LXXXII./Miszelle 3 (S. 329)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj096/mi096082_3

Gérard's neues Winkelmaaß.

Die in den Werkstätten gebräuchlichen Winkel sind gewöhnlich falsch, entweder in Folge der Nachlässigkeit der Arbeiter, oder des langen Gebrauches wegen.

Es ist demnach ein nüzlicher Gedanke ein Winkelmaaß herzustellen, welches jeden Augenblik nach Belieben gerichtet werden kann.

Gérard's dazu angewandtes Verfahren ist sehr einfach. Er bildet den Winkel aus zwei Stüken, die sich um einen Zapfen drehen, gerade wie bei dem Instrument, das man Schmiege nennt. Einer dieser Theile ist von Holz, der andere eine Stahlklinge.

In dem hölzernen Theil bringt er eine Höhlung an, in welcher sich zwei feste Schrauben und zwei einander entgegengesezte Stellschrauben befinden; diese Schrauben, deren Achsen in gerader Richtung gegen einander liegen, wirken rechts und links gegen eine Verlängerung oder einen Appendix des Stahltheiles; auf diese Weise kann man den Winkel immer wieder richtig stellen.

Man hat dieses Verfahren bei vielen Instrumenten mit Nuzen angewandt.

Indem es Gérard dem Winkelmaaß der Tischler anpaßte, hat er deren Gewerbe einen Dienst geleistet; eben so würde seine Anwendung auf die Reißschiene, deren sich die Architekten bedienen, von Nuzen seyn. (Deutsche Gewerbezeitung 1845, Nr. 27.)

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