Titel: Hancock's Compositionen zur Fabrikation von Stöpseln.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1845, Band 96, Nr. LXXXII./Miszelle 6 (S. 332–333)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj096/mi096082_6

Hancock's Compositionen zur Fabrikation von Stöpseln.

Die Erfindung, welche sich Ch. Hancock zu London am 15. Mai 1844 patentiren ließ, betrifft:

1) die Fabrikation von Stöpseln und andern Artikeln aus einer Composition von Kork oder Sägemehl und Kautschuk, oder gutta percha, einem neuerdings aus Ostindien eingeführten vegetabilischen Extracte, oder aus einer Mischung von Kautschuk und gutta percha oder einer Mischung von Leim und Theriak;

2) die Fabrication von Stöpseln, indem man die genannte Composition in Gestalt von Blöken oder Blättern mit ähnlichen Blöken oder Blättern von Kautschuk, oder gutta percha oder einem Gemenge von Kautschuk und gutta percha verbindet;

3) die Fabrication von Stöpseln theils aus Korkstüken, theils aus Stüken von der Composition oder von Kautschuk, oder von Kautschuk in Verbindung mit gutta percha oder auch ganz aus Korkstüken, welche durch Kautschuk oder gutta percha oder einer Combination von Kautschuk und gutta percha mit einander verbunden sind;

4) die Fabrikation von Stöpseln, deren Inneres aus Kork besteht, und entweder ganz oder theilweise mit der Composition oder mit einer Mischung von geraspeltem Kork und irgend einem geeigneten Oehl oder Firniß, oder mit Kautschuk, oder gutta percha oder mit einer Combination der beiden leztern überzogen ist.

Wird die Composition aus Kork und Kautschuk bereitet, so raspelt man den Kork zu Pulver und mischt ihn in geeigneten Verhältnissen zu flüssig gemachtem Kautschuk; diese Mischung bringt man sodann in Formen von der Größe der verlangten Artikel und läßt sie darin erstarren. Dieselbe Procedur wird befolgt, wenn man Sägemehl anstatt des Korks nimmt.

Die gutta percha kann man in ihrem natürlichen flüssigen Zustande benüzen, oder man kann sie auf dieselbe Weise wie den Kautschuk auflösen. Anstatt den gemahlenen Kork mit dem Kautschuk oder der gutta percha in flüssigem Zustande zu vermischen, kann dieses auch durch Mastication in den von Kautschukfabrikanten zu diesem Zwek angewandten Maschinen geschehen. Die miteinander verbundenen Stoffe läßt man alsdann in großen Formen fest werden; die Blöke, welche man auf diese Weise erhält, werden nachher in Stöpsel oder dergleichen Artikel geschnitten. Will man Leim und Theriak anwenden, so macht man dieselben in einer gewöhnlichen Leimpfanne flüssig, fügt gemahlenen Kork oder Sägemehl hinzu und bringt die Mischung auf die erwähnte Weise in Formen.

Gutta percha läßt sich auf dieselbe Weise wie man gewöhnlich den Kautschuk behandelt, in Blätter oder Blöke formen; auch kann man auf gleiche Weise Blätter oder Blöke verfertigen, die zum Theil aus gutta percha, zum Theil aus Kautschuk bestehen. Diese Blätter oder Blöke werden in einer Schneide Maschine von der Art, wie man sie im Allgemeinen für Kautschuk anwendet, in Streifen zerschnitten, welche wieder in Stüke von geeigneter Größe zertheilt werden.

Sollen die zu verfertigenden Artikel theils aus Kork, theils aus der Composition bestehen, so kann die leztere an den ersteren entweder oben oder unten, oder oben und unten befestigt werden. Das zur Verbindung der Stüke anzuwendende Cement ist eine Auflösung von Kautschuk oder gutta percha.

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Sollen die Stöpsel ganz oder hauptsächlich aus Korkstüken bestehen, so werden die Stüke über einander gelegt und mittelst einer Auflösung von Kautschuk oder gutta percha oder eines andern geeigneten Kittes mit einander verbunden. (London Journal of arts, März 1845, S. 84.)

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