Titel: Platten aus einer Composition für galvanoplastische Copien.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1845, Band 96, Nr. LXXXII./Miszelle 8 (S. 333–334)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj096/mi096082_8
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Platten aus einer Composition für galvanoplastische Copien.

Hr. Jacobi hat der k. Akademie der Wissenschaften zu St. Petersburg in ihrer Sizung am 25. Septbr. 1844 Mehrere galvanoplastische Copien in Kupfer vorgelegt, welche von Hrn. Schöler in Kopenhagen nach einer besondern Methode dargestellt worden waren. Derselbe bereitet nämlich durch Vermischen und Zusammenschmelzen mehrerer Substanzen künstliche Platten, worauf jeder Zeichner, wenn er auch in der Gravirkunst wenig geübt ist, leicht mittelst einer Nadel graviren kann. Diese Platten sind schwarz und vor ihrer Anwendung überzieht man sie mit einer sehr dünnen Schicht von chemisch präparirtem Silber, welche noch den Vortheil gewährt, daß man beim Arbeiten den Effect der Stecherei schon gewissermaßen beurtheilen kann, denn die Striche der Nadel werden auf dem weißen Silbergrund schwarz. Von der so gravirten Platte macht man nun auf galvanischem Wege eine Copie in Kupfer, welche die Zeichnung erhaben darbietet und sodann als Matrize dient, um die Platte vertieft zu copiren, so daß man sie unmittelbar unter die Presse bringen kann. Das große Verdienst dieser Entdekung besteht in der Wahl der Substanz, woraus die erste Platte besteht, denn das Stearin, welches man bisher benuzte, ist für das Graviren zu spröd. (Technologiste, Mai 1845, S. 360.)

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