Titel: Ueber galvanische Vergoldung mittelst Cyankalium-Goldauflösungen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1845, Band 96, Nr. LXXXII./Miszelle 9 (S. 334)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj096/mi096082_9

Ueber galvanische Vergoldung mittelst Cyankalium-Goldauflösungen.

Daß das Cyankalium metallisches Gold auflöst und namentlich daß eine Goldplatte am Kupferpol der Daniell'schen Batterie sich genugsam auflöst, um sich dadurch reine Goldauflösung zu verschaffen, habe ich früher in diesen Blattern schon dargethan. Aber auch für die Vergoldungsweisen ohne Batterie bietet die Fähigkeit des Cyankaliums, metallisches Gold aufzulösen, große Vortheile dar Gewöhnlich bereitet man die Auflösungen dadurch, daß man Chlorgold in die Cyankaliumlösung thut; ist diese erschöpft, so wird neues Chlorgold zugethan u.s.f. Aber die Erfahrung hat gelehrt, daß je öfter dieses geschieht, die Vergoldung in dem Maaße schlechter ausfällt, dunkel und trübe aussieht. – Diesem Uebel entgeht man aber dadurch, daß man reines metallisches Gold, und zwar das durch Eisenvitriol aus Königswasser niedergeschlagene, zu der Cyanlösung thut; einiges Schütteln bei gelinder Wärme reicht hin, das Goldpulver vollkommen aufzulösen. Dieses Verfahren gewährt noch den besondern Vortheil, daß man reines Gold in der Auflösung hat. Dergleichen niedergeschlagenes Gold kann man sich in Vorrath halten, was bei dem Chlorgold nur durch einen Zusaz von Kochsalz geschehen kann; dieses Goldsalz gibt aber keine erwünschte Vergoldung, da das Kochsalz den oben erwähnten Fehler noch obendrein vergrößert. D. Philipp. (Berliner Gewerbe etc. Blatt, Bd. XV Nr. 4.)

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