Titel: Mittel die durch Phosphor entstandenen Brandmaale zu heilen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1845, Band 96, Nr. CIV./Miszelle 3 (S. 414–415)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj096/mi096104_3

Mittel die durch Phosphor entstandenen Brandmaale zu heilen.

Es ist jezt um so wichtiger ein Mittel zu kennen, die durch Phosphor entstandenen Brandmaale zu heilen, weil sie bei der Fabrication der chemischen Zündhölzchen etc. häufiger vorkommen als früher. Bekanntlich hat sich Hr. Barral, Professor der Chemie am Collegium Sainte-Barbe zu Paris vor einiger Zeit durch Phosphor stark verbrannt; er wandte Wischungen mit Wasser an, aber der Phosphor brannte dessenungeachtet an den Stellen, wohin er gelangt war, |415| langsam fort, bis er vollständig verbrannt war. Bei einer Verbrennung durch Phosphor kann man denselben nur dadurch wegschaffen, daß man ihn auflöst und das geeignetste Mittel hiezu ist nach Dr. Ratier das Oehl. „Vor einigen Monaten, berichtet derselbe, verbrannte sich einer meiner Zöglinge beide Hände stark durch Phosphor, weil ihm die Retorte bei der Bereitung von Jodphosphor zersprang. Es wurde sogleich Oehl angewandt und dadurch der junge Mensch, welcher von einer großen Menge Phosphor getroffen worden war, vor allen Folgen desselben vollkommen bewahrt. Der bekannte Chemiker Pelletier verbrannte sich im lezten Jahre seines Lebens beide Hände durch Phosphor; da er es vernachlässigte Oehl anzuwenden, so verstrichen mehrere Monate vor der Heilung.“ (Gazette des Hôpitaux, April 1845.)

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