Titel: Ueber die Anwendung des gekörnten Klebers in den Spitälern der Seemannschaft und am Bord der Schiffe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1845, Band 96, Nr. CXVI./Miszelle 8 (S. 491–492)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj096/mi096116_8

Ueber die Anwendung des gekörnten Klebers in den Spitälern der Seemannschaft und am Bord der Schiffe.

Des gekörnten Klebers als eines vorzüglichen Nahrungsmittels haben wir schon (S. 118 in diesem Bande des polyt. Journals) erwähnt. Vorzüglich eignet sich diese stikstoffreiche Substanz, welche in kleinem Raume eine bedeutende Menge nahrhafter Stoffe einschließt, zur Stärkung des Magens, der, noch so geschwächt, sie leicht assimilirt. Der gekörnte Kleber ist daher den besten Sazmehlen vorzuziehen, wie dem Reis, der Tapioca, den Nudelkörnern, welche die stikstoffhaltigen Verbindungen oder den Kleber in viel verdünnterm Zustand enthalten und daher in viel größerer Menge gegessen werden müssen, um eben so nährend zu seyn, aber auch deßwegen für Reconvalescenten schwerer zu verdauen sind oder ihnen früher zuwider werden. Ich empfehle deßwegen ihn sowohl zur fetten |492| als magern Suppe für die Kranken am Bord der Schiffe als Analepticum (Stärkungsmittel) zu verwenden, wozu in der Regel 10 Gramme (1/3 Unze) für die Portion erforderlich sind; in gewissen Fällen aber auch die doppelte zu verordnen ist. Mit einem angenehmen Geschmak verbindet er ein sammtartiges Gefühl an den Schleimdrüsen; im Magen wird er von den Chylusgefäßen absorbirt und repräsentirt ungefähr 2 Unzen des besten Mehls. Für den Gebrauch auf Schiffen wird der Kleber in gut zusammengefügte, mit Schiebern verschlossene, 10 bis 15 Kilogr. fassende Kisten verpakt. Lesson, Oberapotheker der Marine. (Echo du monde savant, 1845 No. 38.)

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