Titel: Neues weinartiges Getränke.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1845, Band 97, Nr. XXII./Miszelle 8 (S. 78)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj097/mi097022_8

Neues weinartiges Getränke.

Man nehme

Blätter und junge Stengel der Weinrebe 10 Pfd.
Mais- (Türkischkorn-) Stengel 20 –

Man zerquetscht alles unter dem Stein einer Oehlmühle, bringt es in ein Faß mit Thüre, schüttet 400 Pfd. warmes Wasser darauf und schüttelt wohl um. Diese Mischung wird bald in Gährung kommen und eine weinige Flüssigkeit erzeugen. Das Weinblatt enthält Ferment, die Maisstengel Zuker; diese beiden Substanzen mit Wasser verdünnt und von Wärme unterstüzt, gähren und liefern Alkohol im Verhältniß des vorhandenen Zukers. – Will man dem Getränke eine rothe Farbe geben, so erreicht man diesen Zwek mittelst im Bakofen gebratener und geriebener rother Rüben, die zugleich mit der Farbe auch Zuker liefern. Wachholderbeeren gaben Zuker und Aroma. Gequetschtes Obst (Birnen und Aepfel) würden Zuker und eine angenehme Säure geben. – Nach Ablauf der Gährung und der Abfüllung der Flüssigkeit in Fässer würde der ausgepreßte Rükstand zum Futter für das Vieh oder zur Branntweinbereitung durch Destillation taugen. (Journal de Chimie médicale, Jun. 1845, S. 351.)

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