Titel: Verflüchtigung des Queksilbers bei niedriger Temperatur.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1845, Band 97, Nr. C./Miszelle 7 (S. 399–400)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj097/mi097100_7
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Verflüchtigung des Queksilbers bei niedriger Temperatur.

Folgende Beobachtung ist ein auffallender Beweis, daß das Queksilber eben so wie das Wasser bei der gewöhnlichen Lufttemperatur in Dampfform bestehen kann. In einem Schrank, von welchem das Licht ausgeschlossen war und worin sich die Luft nicht leicht erneuern konnte, wurde ein pneumatischer Queksilbertrog aufbewahrt, welcher etwa 30 Pfd. Queksilber enthielt und auch eine Flasche mit Jod, die mit einem Glasstöpsel, jedoch nicht dicht verschlossen war. Der Trog stand auf einem unteren Brett, die Flasche auf einem oberen, etwa zwei Fuß darüber. Nachdem der Schrank zwei Monate lang bei einer Temperatur des Gemaches von 8–10° R. uneröffnet geblieben war, brauchte ich Jod und verwunderte mich, daß sich eine Efflorescenz von glänzend rother Farbe, welche aus kleinen Krystallen von Queksilberjodid bestand, am oberen Rand des Flaschenhalses, nicht an seinem unteren, und auf dem Stöpsel abgesezt hatte; sie war am stärksten auf dem Rand gerade am Stöpsel und nahm gegen das Stöpselende allmählich ab. John Davy. (Edinburgh new philosophical Journal, April bis Julius 1845, S. 49.)

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