Titel: Galvanoplastische Fällung von Legirungen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1845, Band 97, Nr. CXVIII./Miszelle 4 (S. 465)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj097/mi097118_4

Galvanoplastische Fällung von Legirungen.

C. V. Walker bereitet zu diesem Behufe eine concentrirte Cyankalium-Auflösung und beginnt dieselbe mit einer Kupfer-Anode zu elektrolysiren; sobald das Kupfer sich aufzulösen angefangen hat, wird die Kupfer-Anode entfernt und durch eine Zink-Anode ersezt; nachdem die Wirkung eine kurze Zeit hindurch fortgedauert, sezt sich an der Kathode Messing ab. Die Auflösung ist nun zum Gebrauche fertig und es wird mit zwei oder drei Zellen der Daniell'schen Batterie und einer Messing-Anode darauf gewirkt. Auf solche Weise können auch Legirungen von Gold und Kupfer oder Gold und Silber niedergeschlagen werden. Der Verf. vermuthet, das ächte Messing sey eine bestimmte chemische Verbindung, hält es aber für möglich, daß die Anode, welche von käuflichem Messing ist, die ächte Legirung plus einem Zinküberschuß, die davon erzeugte Lösung daher eine gewischte ist, welche aus Cyankalium-Messing und Cyankalium-Zink besteht. Diese Lösung zersezt sich sehr leicht und darf folglich nur kurz vor dem Gebrauche angefertigt werden. Der Verf. zeigte der British Association for the Advancement of Science viele Proben von mit Messing überzogenem Kupfer und andern Metallen vor. Er hält es für möglich, den Charakter einer niederzuschlagenden Legirung innerhalb gewisser Gränzen zu bestimmen und Gold und Silber von bestimmten Gehalt niederzuschlagen. (Chemical Gazette 1845, No. 67.)

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