Titel: Chatwin's und Seymour's Fabrication überzogener Knöpfe.
Autor: Chatwin, Thomas Turner
Seymour, George
Fundstelle: 1845, Band 98, Nr. XCVIII. (S. 367–369)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj098/ar098098

XCVIII. Verbesserungen in der Fabrication überzogener Knöpfe, worauf sich Thomas Turner Chatwin, Knopffabrikant zu Birmingham, und George Seymour, Werkzeugmacher ebendaselbst, am 21. Januar 1845 ein Patent ertheilen ließen.

Aus dem Repertory of patent-Inventions, Oktbr. 1845, S. 224.

Mit Abbildungen auf Tab. V.

Den Gegenstand unseres Patentes bildet

1) die Fabrication überzogener Knöpfe mit metallenen Rükseiten, die zum Durchsteken der Stiele durchbohrt sind, wodurch die Größe der zur Anfertigung der vorderen Theile eines Knopfs angewendeten Materialien reducirt wird;

2) die Anfertigung überzogener Knöpfe mit überzogenen Rükseiten;

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3) die Anwendung eines magnetisirten Stempels, um die vordere Blechschale in die Ueberzugswerkzeuge hinabzubringen.

Fig. 9 ist eine Blechscheibe, wie man dieselbe bei der Verfertigung eines Knopfs von gegebener Größe anwendet.

Fig. 10 eine als Ueberzug dienliche Zeugscheibe;

Fig. 11 eine Blechscheibe, welche, nachdem sie ausgeschnitten worden ist, geglüht werden soll;

Fig. 12 eine Zeugscheibe, deren man sich für die vordere Schale und zum Ueberziehen eines Knopfs von gleicher Größe bedient, wenn man denselben dem ersten Theil unserer Erfindung gemäß verfertigt; das Wesentliche der Procedur besteht darin, daß der Rand der vordern Schale nicht in so großem Maaße umgeschlagen wird, als dieß seither geschah; um nun ungeachtet dieses Umstands die Theile an den Rändern zusammenhalten zu können, wenden wir doppelt so dikes Metall als früher an. Diese erhöhte Metalldike macht es nöthig, daß die vordere Schale, ehe sie überzogen und ehe die hintere Schale hineingefügt wird, durch geeignete Werkzeuge an den Rändern einwärts gebogen und dann geglüht werde; sonst würde die große Stärke des Metalls dem vordern Ueberzug schaden, wenn das Umbiegen des Metalls an den Rändern erst nach dem Ueberziehen erfolgen würde.

Fig. 13 zeigt den Durchschnitt einer vorderen Schale, so wie sie durch die Werkzeuge Fig. 14 gebildet worden ist. Nachdem die Ränder der Scheiben Fig. 11 in die Höhe gerichtet und die Schalen geglüht worden sind, werden die Ränder derselben durch das Instrument Fig. 14 umgebogen. Die so erhaltenen Vorderschalen a, Fig. 13, werden nun zur Anfertigung überzogener Knöpfe benüzt. Zu dem Ende bringen wir einen magnetisirten Stempel in Anwendung, mit dessen Hülfe wir die Vorderschale a genau auf das Centrum des Ueberzugsstoffes legen. Der Stempel ist aus Stahl, und auf die gewöhnliche Weise in einen Magnet verwandelt worden. Die Ränder der Schalen a berühren den Stempel in der Art, daß sie abfallen müßten, wenn der Stempel kein Magnet wäre. Der Ueberzugsstoff b wird in die untere Form Fig. 15 gelegt und durch den Ring c zurükgehalten. Wird nun der Stempel mit der an seiner unteren Fläche hängenden Schale niedergedrükt, so nimmt er die Zeugscheibe b in die untere Form mit hinab, und da die Theile a und b genau an die Wand der unteren Form schließen, so geht der Stempel in die Höhe ohne die Schale mitzunehmen. Nun wird der Ring c von der unteren Form abgenommen, und die Röhre d mit der hinteren Schale e eingefügt, wie Fig. 16 zeigt. Die Schale e hat einen solchen Durchmesser, daß sie in die vordere Schale paßt; |369| beide Theile sind Fig. 17 vereinigt dargestellt. Die Knöpfe werden sodann wie bisher mittelst geeigneter Formen fertig gemacht.

Man wird bemerken, daß bei Befolgung dieser Methode der Durchmesser der Scheibe für die Schale a reducirt, die Metalldike vergrößert ist, und daß die Ränder in den Werkzeugen zum Theil umgebogen werden; und diese Umstände bilden in Verbindung mit der Anfertigung überzogener Knöpfe mit äußeren durchlöcherten Metallrüken das wesentlich Neue an diesem Theile unserer Erfindung.

Der zweite Theil unserer Erfindung besteht darin, daß wir die hinteren Schalen überziehen, indem wir das Zeug durch Umbiegen der Schalenränder befestigen. Fig. 18 ist eine Zeugscheibe für die Rükseite eines überzogenen Knopfs, deren mittlerer Theil durch geeignete Werkzeuge auswärts gepreßt wird. Fig. 19 ist eine auf ähnliche Weise zubereitete Papierscheibe, welche zwischen die Zeugscheibe f und die hintere Schale h, Fig. 20, zu liegen kommt. Nachdem die Theile f und g in die Metallscheibe h gelegt worden sind, wird diese in die untere Form Fig. 22 gelegt und der Stempel niedergedrükt; dieser biegt alsdann den Rand der Schale, wie Fig. 23 zeigt, ein wenig um. Nun wird die Schale h der Einwirkung der Werkzeuge Fig. 24 ausgesezt, welche den Rand der Schale niederdrüken, so daß das Zeug durch denselben fest eingeklemmt wird; die Werkzeuge Fig. 25 pressen endlich die hintere Schale in die Form Fig. 26.

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