Titel: Desinfection und Aufbewahrung des Harns.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1845, Band 98, Nr. XCII./Miszelle 12 (S. 336)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj098/mi098092_12

Desinfection und Aufbewahrung des Harns.

Um den ekelhaften und ungesunden Geruch des in Zersezung begriffenen Harns zu verhindern, wird von Perreymond ein einfaches und wohlfeiles Mittel in Vorschlag gebracht. Der Urin braucht nämlich nur mit Steinkohlentheer in Berührung gebracht zu werden, um ihu gegen die ammoniakalische Gährung (Fäulniß) zu schüzen und ihm seinen Säuregehalt zu erhalten. 1 Kilogr. Theer ist für 100 Liter Harn hinreichend und jener behält seine Wirksamkeit mehrere Monate lang. Um die im Harn enthaltenen Salze (100 Gramme im Liter) zu concentriren, müßten Apparate zur künstlichen Erwärmung, oder große seichte Reservoirs mit stetiger Ventilation construirt werden. In großen Städten (der Verfasser macht den Vorschlag für Paris) sollte die Stadtbehörde verordnen, daß an allen Pißanstalten, dann in Spitälern, Schulen, Wirthshäusern etc. dazu bestimmte Zuber Steinkohlentheer enthalten. Die Unternehmung einer Stadtbehörde oder von Privaten, den so gesammelten Urin zu Düngsalz zu concentriren, welches von vorzüglicher Wirksamkeit wäre, würde auch bei beträchtlichen Kosten des Etablissements dessen Errichtung in kurzer Zeit deken und sich gut rentiren. (Moniteur industriel, 1845, Nr. 957.)

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