Titel: Künstliches Brennmaterial, aus Torfkohle bereitet.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1845, Band 98, Nr. XCII./Miszelle 6 (S. 333)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj098/mi098092_6

Künstliches Brennmaterial, aus Torfkohle bereitet.

Frank Hills, Chemiker zu Deptford bei London, ließ sich am 17. Febr. 1845 folgendes Verfahren patentiren. um künstliches Brennmaterial zu erzeugen: er bringt getrokneten Torf in ähnliche Cylinder, wie man sie zum Verkohlen des Holzes behufs der Holzsäure-Fabrication anwendet, welche eben so in einen Ofen eingemauert und mit einem Kühlapparat versehen sind. Nachdem die Cylinder mit Torf beschikt sind, werden sie lutirt und die Destillation bei einer Temperatur etwas unter der Rothglühhize vorgenommen. Die flüchtigen Producte bestehen hauptsächlich aus schwacher Holzsäure, Holzgeist und Theer, die beiden ersten rectificirt man auf gewöhnliche Weise durch Destillation. Den Theer destillirt oder concentrirt man, bis er zu Pech wird; während lezteres noch heiß ist, zieht man es aus der Blase in einen flachen eisernen Kessel ab (welcher durch ein darunter befindliches Feuer heiß erhalten wird) und vermischt es darin mit so viel Torfkohle, als sich damit vereinigen läßt. Ist die Torfkohle nicht in kleinen Stüken, so muß sie vorher zerstoßen oder gemahlen werden. Man schafft das künstliche Brennmaterial dann mittelst einer Schaufel aus dem Kessel und läßt es in Broken erkalten (Repertory of patent-Inventions Okt. 1845, S. 241.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: