Titel: Salzsaurer Kalk als Feuerlöschmittel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1845, Band 98, Nr. XCII./Miszelle 8 (S. 334)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj098/mi098092_8

Salzsaurer Kalk als Feuerlöschmittel.

Schon vor zehn Jahren entdekte Hr. Gaudin durch Zufall, daß der salzsaure Kalk, in Wasser aufgelöst, ein vortreffliches Mittel zum Stillen der Feuersbrünste sey. Troz mehrfacher Bemühungen gelang es ihm aber nicht zu Versuchen im Großen erklekliche Unterstüzung zu erlangen. Erst im lezten Jahr machte er in Chalons-sur-Marne einen Versuch und löschte augenbliklich einen Balken, welcher sich mitten in einem aus Reißholz und altem Bauholz bestehengen Holzhaufen befand und in Brand gestekt worden war, zur großen Verwunderung aller Anwesenden. Endlich zu einem Versuch vor dem Marine-Ministerium aufgefordert, machte er sich anheischig, zwei gleiche Scheiterhaufen aus altem Holze aufführen zu lassen, so groß, daß sie einer gewöhnlichen, in vollem Gang befindlichen Feuersprize widerstehen, und auf den einen eine ähnliche Sprize, deren Röhrenmündung aber um 9/10 reducirt wird, mit seiner Feuerlöschflüssigkeit spielen zu lassen und den Brand zu löschen. So stark das Feuer auch seyn mag, so wird es durch diese Flüssigkeit, welche einen unzerstörbaren Firniß über die entstandene Kohle zieht, gelöscht. Sie hat ferner die Vorzüge, nicht zu gefrieren, nicht zu krystallisiren, sich nicht wie gewöhnliches Wasser zu verflüchtigen oder das Feuer gar durch ihre Zersezung noch zu vermehren. Auch das zu diesem Zwek vorgeschlagene Kochsalz hat den Fehler sich in der Kirschrothglühhize zu verflüchtigen. (Moniteur industriel, 1845, Nr. 962.)

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