Titel: Parkes' Phosphor-Auflösung für die Galvanoplastik.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1845, Band 98, Nr. CX./Miszelle 3 (S. 411)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj098/mi098110_3

Parkes' Phosphor-Auflösung für die Galvanoplastik.

Man bringt 1 Pfd. Phosphor in 45 Pfd. Schwefelkohlenstoff; beim Umrühren löst er sich darin schnell auf. Um auf galvanischem Wege Kupfer etc. auf nicht metallische Substanzen niederzuschlagen, verbindet man diese Phosphor-Auflösung entweder mit der Substanz selbst, wie es beim Wachs der Fall ist, oder man überzieht die Artikel auf ihrer Oberfläche damit.

Um eine Wachscomposition mit der Phosphor-Auflösung zu imprägniren, verfährt man folgendermaßen: man schmilzt 5 Pfd. Wachs und 5 Pfd. reinen Talg in 12–16 Loth Phosphor-Auflösung bei einer möglichst niedrigen Temperatur, damit sich der Phosphor nicht entzündet. Nachdem die Composition die verlangte Form angenommen hat und erkaltet ist, behandelt man sie auf unten angegebene Weise mit Silber- oder Goldauflösung.

Soll die Phosphor-Auflösung auf die Oberfläche anderer Substanzen aufgetragen werden, so verfährt man folgendermaßen: man versezt die Auflösung von 1 Pfd. Phosphor in 15 Pfd. Schwefelkohlenstoff mit 1 Pfd. Wachs oder Talg, 25 Loth Terpenthinöhl, 4 Loth Kautschuk in 16 Loth Schwefelkohlenstoff aufgelöst und 1 Pfd. Asphalt in 6 Pfd. Schwefelkohlenstoff aufgelöst. Um diese Substanzen zu verbinden, schmilzt man zuerst den Talg oder das Wachs, sezt dann die Auflösung von Kautschuk und Asphalt zu, rührt unter einander und vermischt dieselben dann mit dem Terpenthinöhl und der Phosphor-Auflösung.

Diese Auflösung wird auf die Oberfläche der nicht metallischen Substanzen, z. B. Holz, Blumen etc. aufgetragen, indem man sie entweder hineintaucht oder damit anstreicht. Hierauf taucht man den so vorbereiteten Artikel in eine verdünnte Auflösung von salpetersaurem Silber oder Chlorgold; in wenigen Minuten ist seine Oberfläche mit einer feinen Metallhaut überzogen und es kann nun Kupfer etc. im galvanoplastischen Apparat darauf niedergeschlagen werden.

Die anzuwendende Silberauflösung bereitet man auf die Art, daß man 4 Loth Silber in Salpetersäure auflöst und dieselbe dann mit 60 Pfd. Wasser verdünnt. Die Goldauflösung erhält man, wenn man die Auflösung von 1 Loth Gold in Königswasser mit 50 Pfd. Wasser verdünnt. (Repertory of Patent-Inventions, Okt. 1845, S. 248.)

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