Titel: Seewasser, um das Futter schmakhafter zu machen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1845, Band 98, Nr. CXXIII./Miszelle 5 (S. 459–460)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj098/mi098123_5
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Seewasser, um das Futter schmakhafter zu machen.

In Gegenden wo das Heu sehr theuer ist, ist man oft gezwungen Stroh unter dasselbe zu mengen. Aber Pferde und Ochsen, welche dieses Gemenge als Futter erhalten, suchen dann, wenn sie vom Hunger nicht zu sehr gedrängt sind, die Heuhalme heraus und lassen die Strohhalme liegen, die dann nur mehr zur Streu dienen können. Hr. Laure (im Depart. des Var im mittägl. Frankreich) versuchte deßhalb das Futter durch Begießen mit Kochsalzlösung schmakhafter zu machen und bediente sich später, als dieß zu glüken schien, hiezu des Seewassers mit dem besten Erfolg, indem die Pferde vom Futter nichts mehr übrig ließen. Die Rationen müssen regelmäßig, aber reichlich gegeben werden. Zu viel Seewasser darf auch nicht genommen werden, damit das Futter nicht zu feucht wird; er nahm 1 Hektoliter davon auf 5000 Kilogr. Futter. Das Befeuchten im Großen geschieht am besten im Hochsommer, wo die Sonne einen Theil des Wassers wieder verdunsten kann. (L'Agriculteur, Sept. 1845.)

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