Titel: Dell's hydro-pneumatischer Bettwärmer.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1846, Band 100, Nr. LXXXIV. (S. 456–457)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj100/ar100084

LXXXIV.  Dell's patentirter hydro-pneumatischer Bettwärmer.

Aus dem Mechanics' Magazine, 1846 Nr. 1172.

Mit Abbildungen.

Von dieser sinnreichen und nützlichen Vorrichtung ist Fig. 1 die äußere und Fig. 2 die innere Ansicht. Sie besteht aus einem durchlöcherten cylindrischen Gehäuse aus Metall A, welches ein anderes cylindrisches Gehäuse oder eine Röhre B enthält; letzteres wird mit heißem Wasser gefüllt, das man am Ende C hineingießt, wo an einem metallenen Pfropf mit Schraubenwindungen ein hölzerner Griff angebracht ist. Der Heißwasser-Cylinder B ist in dem Gehäuse A so angebracht, daß rings um ihn Raum für die Circulation der Luft bleibt.

Fig. 1., Bd. 100, S. 456
Fig. 2., Bd. 100, S. 456
|457|

Um diesen Apparat als Bettwärmer zu benutzen, schraubt man durch Drehen des Griffs C die messingene Mutter heraus und gießt dann aus einem Kessel heißes Wasser in die Röhre bis sie voll ist, worauf sie als Heizer wirken kann; hierauf schraubt man den Griff wieder hinein und legt den Apparat in das Bett, an den Fuß desselben oder wo es sonst nöthig ist. Seine Wirkung besteht einfach darin, daß alle Luft, welche durch die unteren Löcher des äußeren Gehäuses dringt, mit dem Heißwasser-Behälter in Berührung kommt, sich folglich plötzlich ausdehnt und von der oberen Fläche des Cylinders entweicht, was so fortgeht, so lange das Wasser seine Hitze beibehält. Die Folge dieses beständigen Ausathmens (wie man es nennen könnte) von mäßig warmer Luft ist, daß nicht bloß die Füße, sondern die ganze Person in ein Bad von warmer Luft eingehüllt wird, dessen angenehme Wirkung man bald durch die Wärme gewahr wird, welche man um den Hals und die Achseln verspürt. Der Apparat ist besonders Reisenden und Gastwirthen zu empfehlen; er kann übrigens zu besonderen Zwecken in verschiedenen Formen angefertigt werden; namentlich muß er auch zur Winterzeit als Fußwärmer in Zimmern gute Dienste leisten.

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