Titel: China-Silber.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1846, Band 100/Miszelle 2 (S. 156)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj100/mi100mi02_2

China-Silber.

So nennen die Verfertiger ein neues Fabricat, welches das Silber zur Verfertigung von Speisegeräthen und Luxusgegenständen ersetzen und demselben noch vorzuziehen seyn soll, weil die daraus gearbeiteten Gegenstände auf der Oberfläche absolut reines Silber enthielten. Kochender Essig, der in die Geräthschaften gegossen wurde und eine Nacht darin stehen blieb, löste nicht das Geringste auf; ganz anders verhielt sich dieß, wenn man in silberne oder argentane Geräthe Essig schüttete; hiedurch wurde es gewiß, daß die Oberfläche ein edles Metall, reines Silber war. Die von Meurer untersuchten Gegenstände bestanden aus:

2,05 Silber,

65,24 Kupfer,

19,52 Zink,

13,00 Nickel,

0,12 Kobalt und Eisen.

Das Ganze war also ein Argentan mit Silber auf galvanischem Wege überzogen. Von den gewöhnlichen galvanischen Versilberungen unterscheidet es sich durch die Festigkeit und durch die Dicke, welche die Silberschichte einnahm. Es werden die daraus gearbeiteten Gegenstände um zwei Drittel billiger verkauft, als was dieselben von Silber kosten; sie sollen von großer Dauer seyn, und sind, wenigstens im Anfange, absolut unschädlich und weit besser als Gegenstände von 13löthigem Silber oder Argentan. (Archiv der Pharmacie.)

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