Titel: Neue Methode zur quantitativen Bestimmung des Arseniks in den gewöhnlichen Metallen und ihren Legirungen; von A. Levol.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1846, Band 100/Miszelle 4 (S. 156–157)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj100/mi100mi02_4

Neue Methode zur quantitativen Bestimmung des Arseniks in den gewöhnlichen Metallen und ihren Legirungen; von A. Levol.

Zur quantitativen Bestimmung des Arseniks in metallischen Substanzen sind die gewöhnlichen Verfahrungsarten in zwei Fällen nicht anwendbar, nämlich, wenn |157| dieselben entweder Zinn oder Antimon enthalten; ich stieß auf diese Schwierigkeit bei der Analyse alter Bronzen, welche bei der Behandlung mit Salpetersäure eine arsenikfreie Flüssigkeit und ein arsenikhaltiges Zinnoxydhydrat geben. Letzteres enthält den Arsenik im Zustand von Arseniksäure und das Verhältniß des Arseniks zum Zinn ist beiläufig 1 zu 15.

Diese Beobachtung führte mich auf eine neue Methode den Arsenik aus einer Flüssigkeit, welche Salpetersäure enthält, abzuscheiden, nämlich mittelst Zinnoxyd, welches so zu sagen wie das Quecksilber bei der Amalgamation der edlen Metalle wirkt, indem es sich der Arseniksäure bemächtigt. Das zweckmäßigste Verfahren zur Bestimmung des Arseniks besteht dann darin, das arsenikhaltige Zinnoxyd durch Wasserstoff zu reduciren; die Reduction erfolgt leicht bei der Dunkelrothglühhitze und man erhält den größten Theil des Arseniks sublimirt; dennoch hält das Zinn eine gewisse Menge davon zurück, welche man nicht vernachlässigen darf und die es beim Auflösen in Salzsäure, in Form von Arsenikwasserstoff verliert, durch dessen Zersetzung man diesen rückständigen Arsenik erhält.

Ich fand dieses Verfahren so bequem, daß ich es schon oft zur Bestimmung des Arseniks in käuflichem Kupfer, Zinn, Bronze u.s.w. angewandt habe. Um sich des Arseniks mittelst Zinn zu bemächtigen, empfehle ich letzteres in der Kälte in schwacher Salpetersäure aufzulösen; da das Zinnoxydul, welches sich in diesem Falle bildet, aufgelöst bleibt, so kommt es mit allen aufgelösten Arseniktheilchen in Berührung und wenn man dann die Temperatur erhöht, um es auf das Maximum der Oxydation zu bringen, so kommt auch das Zinnoxyd mit allen Arseniktheilchen in Berührung.

Arsenik und Antimon, wenn man sie durch Salpetersäure oxydirt, verbinden sich ebenfalls miteinander, die Verbindung ist aber nicht vollkommen unauflöslich. (Moniteur industriel, 1846 Nr. 1018.)

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