Titel: Verfahren brünirte kupferne Gegenstände zu malen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1846, Band 100/Miszelle 9 (S. 159)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj100/mi100mi02_9

Verfahren brünirte kupferne Gegenstände zu malen.

Dieses Verfahren besteht darin, daß man vorerst das Kupfer roth anläßt, es dann mit Laugenwasser behandelt, dasselbe in reinem Wasser abspült und mit rothem Wein brünirt. Wenn das Kupfer auf diese Weise behandelt worden ist, so kann man es mit feinen, durchsichtigen und matten Farben malen; die Farben sind mit einer hinlänglichen Menge destillirter Terpenthinessenz oder fettem Copalfirniß zu mischen, der so weiß als möglich seyn muß. Nach dem Auftragen der Farben läßt man den Gegenstand an der Luft oder in der Trockenstube trocknen, damit beim spätern Auftragen des Firnisses die Farben sich nicht losweichen. Damit die Malerei ihren Glanz behält, muß man einen Firniß anwenden, dessen Composition nachstehend angegeben ist.

In einem Kolben läßt man im Wasserbade eine Stunde lang

Gummilack 4 Loth
Gummiguttä 4 „
Drachenblut 4 „
Safran 4 „
Weingeist 2 Pfd.

kochen.

Wenn der Firniß auf diese Weise bereitet worden ist, so erwärmt man das Stück und überzieht es mit Firniß.

Um auf Silber zu malen, verfährt man eben so, nur wendet man zum Ueberziehen der Farben einen Firniß an, der aus 2 Pfd. Weingeist und 6 Loth Sandarach bereitet wird.

E. O. Schmidt.

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