Titel: Ueber die Einwirkung der auflöslichen Eisensalze auf die Vegetation, namentlich gegen die Bleichsucht und Schwäche der Pflanzen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1846, Band 100/Miszelle 11 (S. 248)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj100/mi100mi03_11

Ueber die Einwirkung der auflöslichen Eisensalze auf die Vegetation, namentlich gegen die Bleichsucht und Schwäche der Pflanzen.

Die von Hrn. Gris hierüber angestellten Versuche gaben folgende Resultate: – Die von den Wurzelfäserchen sowohl als der Epidermis der Blätter eingesogenen auflöslichen Eisensalze stimuliren und wiederbeleben das Chromul, wie sie auch das Hämatosin des Bluts neu beleben. Sie üben daher auf Pflanzen, wie auf die Thiere, wenn jene bleichsüchtig und schwach werden, einen stärkenden Einfluß. Diese Wirkung ist eine specielle und directe und nicht vom Boden abhängig. Nichtsdestoweniger haben in Kalkboden der Gyps und die Kohlensäure eine Nebenwirkung. Die in der Agricultur gebräuchlichen salzigen stimulirenden Mittel, so wohlthätig sie auch auf die normale Pflanze wirken mögen, können bei kränkelnden Pflanzen die specifischen Wirkungen der Eisensalze nicht hervorbringen. Wohl scheinen aber die Eisensalze auf gesunde Pflanzen stimulirend zu wirken, namentlich in Töpfen. Doch müssen sie, im Großen bei Entkräftung angewandt, ihrer leichten Zersetzbarkeit wegen vorsichtig gebraucht und insbesondere sehr stark verdünnt auf die Blätter selbst gegossen werden. Mit einem Kilogramm Eisenvitriol können 500 Liter tauglicher Flüssigkeit bereitet werden, von welcher 3 Liter für den Quadratmeter hinreichen. Dieses Stimulans kömmt daher nicht hoch zu stehen. (Comptes rendus, Dec. 1845, Nr. 25.)

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