Titel: Papier zur Verfertigung kleiner Luftballons.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1846, Band 100/Miszelle 5 (S. 343)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj100/mi100mi04_5

Papier zur Verfertigung kleiner Luftballons.

Um ein solches zu erhalten, läßt man nach Leykauf 1 Pfd. Kautschuck in Aetzammoniak 3 Wochen oder so lange digeriren, bis es vollkommen weiß geworden ist; in diesem Zustand wascht man es mit vielem Wasser und läßt es dann einige Tage an der Luft trocknen. Nachdem er trocken ist, löst man ihn in frisch destillirtem Terpenthinöl aus und erhält so, wenn man von letzterem eine hinreichende Menge (beiläufig 10 Pfd.) angewandt hat, eine vollkommen reine und klare Auflösung, aber erst nach längerer Zeit. Die Anwendung von Wärme ist nicht nur nicht nützlich, sondern sehr schädlich. Man überzieht mit dieser Auflösung gutes Papier, läßt es trocknen und behandelt es mit Weingeist von 12 Volumsprocenten. Das Papier ist dann vollkommen überzogen, durchsichtig und läßt durchaus kein Wasserstoffgas hindurchdringen. Unter dem Mikroskop entdeckt man nicht das kleinste Löchlein in demselben, durch welches das Gas entweichen könnte. In diesem Zustande eignet sich das Papier nicht nur zur Verfertigung kleiner Luftballons, sondern auch zu vielen Anwendungen in den Laboratorien und Künsten.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: