Titel: Ueber das Conserviren thierischer Substanzen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1846, Band 100/Miszelle 16 (S. 423–424)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj100/mi100mi05_16
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Ueber das Conserviren thierischer Substanzen.

Hr. A. Bobierre hat der französischen Akademie der Wissenschaften eine Abhandlung über diesen Gegenstand übergeben; seine Methoden eignen sich zum Einbalsamiren, so wie zum Conserviren anatomischer und naturhistorischer Gegenstände. Die Hauptsubstanz, welche er anwendet, ist der Holzgeist (Methyloxydhydrat), in welchem er eine gewisse Menge Kampher auflöst. Sein Verfahren beim Einbalsamiren besteht darin: 1) erstlich von der angegebenen Flüssigkeit in die Halspulsadern zu injiciren: 2) den injicirten Leichnam mit Firniß zu überziehen; 3) ihn mit Bleistreifen und klebrigen Streifen zu umgeben und endlich noch einmal zu firnissen; 4) ihn in einen bleiernen Sarg zu bringen, in welchen man ein unvollkommen verschlossenes Glas stellt, welches schwefligsaures Natron enthält. (Journal de Chimie médicale, April 1846, S. 296.)

Unlängst wurde folgendes Verfahren zum Einbalsamiren angegeben, wodurch die thierischen Substanzen steinhart werden sollen. Man taucht sie in Wasser, worin Quecksilbersublimat und Salmiak aufgelöst sind. Die Leichname welche einige Zeit in dieser Flüssigkeit liegen blieben, können polirt werden, widerstehen dem Hammer etc; sie behalten ihre natürliche Farbe bei und erheischen wenn sie aus dem Bade kommen, keine weitern Vorsichtsmaaßregeln.

Die Red.

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