Titel: Verfahren bei galvanischen Vergoldungen und Versilberungen die angewandte Menge Gold und Silber kennen zu lernen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1846, Band 100/Miszelle 5 (S. 491)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj100/mi100mi06_5

Verfahren bei galvanischen Vergoldungen und Versilberungen die angewandte Menge Gold und Silber kennen zu lernen.

Bei dem Vergolden und Versilbern auf galvanischem Wege ist es wichtig zu wissen, wie stark die Gegenstände sich vergoldet oder versilbert haben. Hierüber wurde von Maximilian Herzog von Leuchtenberg eine Mittheilung veröffentlicht (polyt. Journal Bd. XCIX S. 140); es soll nämlich aus der Differenz des Gold- und Silbergehaltes der angewandten Lösungen vor und nach der Operation des Vergoldens oder Versilberns die Menge des auf die Gegenstände niedergeschlagenen edeln Metalls bestimmt werden. Hiebei ist jedoch zu beachten, daß in einem solchen Falle nur mit Platin-Anoden gearbeitet werden darf, die sich bekanntlich in Cyankaliumlösungen nicht auflösen; dieser für das erwähnte Verfahren wesentliche Umstand ist aber in der besagten Mittheilung nicht besonders hervorgehoben worden.

Das einfachste und von den Praktikern in größerem Maaßstabe auch gewöhnlich angewandte Verfahren ist, mit Gold- oder Silber-Anoden zu arbeiten, die respectiven Gold- oder Silber-Bleche vor und nach der Operation des Vergoldens oder Versilberns genau zu wägen und so aus der Gewichts-Differenz der Bleche die Quantität des edeln Metalles zu bestimmen, welche sich auf den zu vergoldenden oder versilbernden Gegenstand niedergeschlagen hat. Dasselbe Verfahren kann natürlich auch bei der galvanischen Verkupferung angewandt werden, um die Quantität Kupfer zu bestimmen, welche sich auf den zu verkupfernden Gegenstand niedergeschlagen hat. Dr. L. Elsner. (Journal für praktische Chemie, 1846 Nr. 7.)

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