Titel: Verbesserte Composition für Buchdruckerwalzen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1846, Band 102/Miszelle 5 (S. 251–252)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj102/mi102mi03_5

Verbesserte Composition für Buchdruckerwalzen.

Bekanntlich werden die Buchdruckerwalzen nicht nur nach langer Zeit sehr hart, sondern auch wenn sie einige Zeit nicht benutzt werden, moderig. Beiden Uebelständen kann man dadurch begegnen, daß man bei Verfertigung der Walzen der Composition, während sie noch warm ist, etwas salzsauren Kalk zusetzt und ihn gut einrührt. Der salzsaure Kalk ist ein sehr zerfließliches Salz und bewirkt daher, daß die Feuchtigkeit in der Composition gleichförmig verbreitet bleibt; außerdem wirkt er aber auch antiseptisch, so daß keine Fäulniß eintreten kann. Eine alte Composition ist so brauchbar wie eine neue, wenn man sie heiß durch weit gewobenen Muslin filtrirt, um die erhärtete Schwärze und den Schmutz zu beseitigen. Durch Zusatz von zu viel salzsaurem Kalk wird die Walze zu weich; durch ein paar Versuche ist das geeignete Verhältniß leicht zu ermitteln.

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Der salzsaure Kalk läßt sich auch bei den Handpressen der Buchdrucker benutzen, um das Pergament des sogenannten Deckels beständig in dem geeigneten Zustand von Feuchtigkeit zu erhalten. (Mechanics' Magazine, 1846 Nr. 1199.)

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