Titel: Verwandlung des Sägemehls in ein gutes Düngmittel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1846, Band 102/Miszelle 18 (S. 416)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj102/mi102mi05_18

Verwandlung des Sägemehls in ein gutes Düngmittel.

Um die Sägespäne in der Landwirtschaft nützlich zu verwenden, ist es nach Bishop's Erfahrungen am zweckmäßigsten, sie zu verkohlen. Er errichtet zu diesem Behufe aus Sträuchern, wie Ginster und andern niedrigen holzigen Gewächsen, Meiler, welche allmählich mit Sägespänen angefüllt werden, die man mit der Schaufel leicht darauf wirft, so daß möglichst viele leere Räume und Durchzüge für die Luft frei bleiben; man bedeckt hierauf den Meiler mit einer nicht zu dicken Schicht von Sägemehl und zündet das Feuer an. Wo das Feuer durchzubrechen anfängt, legt man frisches Sägemehl auf und nachdem man zuletzt noch eine ziemlich dicke Schicht aufgelegt hat, läßt man den Meiler erkalten. Nach dem völligen Erkalten wird er auseinandergenommen. Die auf diese Weise erhaltene Kohle mit flüssigem Dünger, Harn etc. vermengt, welche sie einsaugt, gab bei den verschiedensten Gewächsen die besten Resultate. Man muß jedoch das Sägemehl an einem trocknen und luftigen Orte aufbewahren, weil es gern Feuchtigkeit anzieht und dann schwer zu verkohlen ist. (Agriculteur-Practicien, Jul. 1846, S. 361.)

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