Titel: Analyse einer natürlich vorkommenden schwefelsauren Thonerde; von J. Herapath.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1847, Band 103/Miszelle 10 (S. 78–79)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj103/mi103mi01_10

Analyse einer natürlich vorkommenden schwefelsauren Thonerde; von J. Herapath.

Dieses Mineral wurde von Adelaide in New-South-Wales bezogen, wo es natürlich und zwar in beträchtlicher Menge vorkommt. Es bestand aus einer Masse von Krystallen, welche sich unter dem Mikroskop als reguläre vierseitige Prismen zu erkennen gaben. Diese Krystalle lösten sich leicht sowohl in heißem als kaltem Wasser auf; die Auflösung hatte einen süßen zusammenziehenden Geschmack und reagirte sauer. Als man die Krystalle auf beiläufig 108° R. erhitzte, wurden sie |79| undurchsichtig und blähten sich dann zu einer leichten porösen Masse auf, welche in kaltem Wasser fast unauflöslich war, sich aber in heißem Wasser bis auf einen sehr geringen Rückstand erdiger Materie auflöste. In der Rothglühhitze zersetzten sie sich mit Hinterlassung reiner Thonerde. Das Mineral enthielt in 100 Theilen:

Wasser 46,70
Schwefelsäure 35,63
Thonerde 17,09
Kupferoxyd 0,04
erdige Materie 0,50
–––––
99,96

Es scheint daher aus Al²O³ + 3SO³ + 18HO zu bestehen, weil das schwefelsaure Kupfer und die erdige Materie nur Unreinigkeiten sind. (Chemical Gazette, Nov. 1846 Nr. 97.)

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