Titel: Parson's Fabrication künstlichen Brennmaterials.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1847, Band 103/Miszelle 7 (S. 77–78)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj103/mi103mi01_7

Parson's Fabrication künstlichen Brennmaterials.

Das künstliche Brennmaterial, worauf sich John Parsons zu London am 10. Mai 1845 ein Patent ertheilen ließ, kann aus Steinkohlenklein, Kohks, Gerberlohe, Sägemehl, Torf etc. verfertigt werden, welche man pulvert und mit ein Viertel ihres Raums Thon oder Mergel verbindet, worauf man sie mittelst einer brennbaren Composition zu einer Masse zusammenkittet.

Die brennbare Composition oder das Cement wird auf folgende Weise bereitet: man versetzt eine Tonne gereinigtes Pech, Steinkohlentheer oder Harz, mit einem |78| Bushel Gyps, zwei Metzen (pecks) Kochsalz, zwei Metzen gepulvertem Alaun und zwei Metzen Ruß. Diese Substanzen werden vermischt und in einem Kessel bis zum Kochen erhitzt oder bis sich der entstandene Schaum wieder ganz gesetzt hat.

Die Materialien, welche die Basis des Brennmaterials bilden, erhitzt man unter zeitweisem Umrühren auf 52° R. und rührt dann die brennbare Composition in kochendem Zustande hinein. Auf einen Bushel Steinkohlenklein verwendet man beiläufig sechs Quarts von der heißen Composition, und wenn die Temperatur der ganzen Masse der Art ist, daß sich alle Substanzen vollkommen vermischt haben, preßt man die Mischung in Formen zu Kuchen. Nachdem letztere erkaltet sind, taucht man sie mittelst eines Cylinders oder offenen Rahmens in die kochende brennbare Composition, zieht sie dann so schnell als möglich heraus und läßt sie auf eine geneigte Fläche fallen, welche dick mit Sägemehl bestreut ist; zugleich streut man mit einem Sieb Sägemehl von oben auf sie herab, so daß sie auf allen Seiten damit überzogen werden, bevor noch die heiße Composition erstarrte. So wird also das Brennmaterial auf allen Seiten mit einer ganz wasserdichten Schicht überzogen. (London Journal of arts, Nov. 1846 S. 235.)

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